| "Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg Sonntagsruhe - arbeitsfreier Sonntag |
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Zitate, Texte und Gedanken zur Sonntagsruhe Biblische Grundlagen Das Vierte Gebot: Sabbatgebot Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein
Werk tun; aber der siebente Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott,
geweiht; da sollst du keine Arbeit tun, weder du noch dein Sohn, noch
deine Tochter, noch dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Rind, noch
dein Esel, noch all dein Vieh, noch der Fremdling, der innert deiner Tore
ist, auf dass dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. Der Sonntag ist für den Menschen da Der Sabbat ist um des Menschen willen
geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen. Somit ist
der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat Von der rechten Zeit etwas zu tun Alles
hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Den Rhythmus der Schöpfung zu
bewahren, ist also nicht nur ein Gebot unseres Glaubens. Es ist auch ein
unverzichtbarer Beitrag zum Erhalt einer menschlichen Sozialkultur. Nicht
um der Kirche und ihrer Selbsterhaltung willen, wohl aber um unserer
Gesellschaft und ihrer menschlichen Gestaltung willen brauchen wir die
durch den Sonntag gewährleisteten Räume, in denen eine Sonntagskultur
gepflegt werden kann. Wer den Sonntag nicht heiligt, wird auch den Alltag
nicht menschlich gestalten können. Der Sonntag und seine Kultur sind also
kein Luxus, den sich eine durchökonomisierte Gesellschaft eigentlich
nicht mehr leisten kann. Nein: Der Sonntag und seine Kultur öffnet ein
Fenster zur Ewigkeit und ist damit Quelle des Lebens, ohne die Menschen
die Kraft zur Arbeit verlieren. Der Sonntag bringt keinen
Ertrag, aber er macht unser Leben erträglich. Er stört unser normales
Leben, damit wir uns nicht selbst zerstören. Was kostet uns der Sonntag?
- Die Frage selbst ist schon der entscheidende Anschlag auf den Sonntag.
Der Sonntag ist nämlich gerade dadurch Sonntag, dass er nichts kostet und
- im ökonomischen Sinne - nichts bringt. Die Frage, was sein Schutz als
arbeitsfreier Tag kostet, setzt nämlich voraus, dass wir gedanklich den
Sonntag bereits in einen Arbeitstag erwandelt haben. Kulturgeschichtliche Tradition Der Tag der Ruhe ist nicht
ein natürliches, sondern ein geheiligtes Recht des Menschen. Es gibt
keine Entproletarisierung ohne Sonntag, keinen Sonntag ohne Glauben,
keinen Glaube ohne Messe. Der Sonntag hat in der christlichen
Geschichte einen besonderen Stellenwert. Er wird im Hinblick auf die
Auferstehung Christi auch als 'Tag des Herrn' bezeichnet. Staatlicherseits
steht der Sonntag durch den Grundgesetzartikel 140 unter besonderem
Schutz. Entstanden ist der Ruhetag aus dem jüdischen Sabbat. Kaiser
Konstantin ordnete 321 die Sonntagsruhe an und verbot jegliche Arbeit außer
der Feldarbeit. Was 1700 Jahre die Kultur gefördert hat, haben der
Sozialismus und einige Stadtverwaltungen der Ex-DDR zu Fall gebracht. Gesetzliche Grundlagen Der Sonntag und die
staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der
seelischen Erhebung geschützt.
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