Was ist der Mensch? Kurz definiert ...
  Die uralte Frage nach dem Wesen des Menschen

Der Mensch ist dem Menschen das Interessanteste.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

Was ist der Mensch, dass Du an ihn denkst?
Bibel, Altes Testament, Psalm 8,5

Was ist der Mensch? Wozu ist er zu gebrauchen? Was ist gut an ihm, und was ist schlecht?
Wenn er sehr alt wird, dann allenfalls hundert Jahre.
Was ist das, verglichen mit der Ewigkeit? Ein Wassertropfen im Meer, ein Sandkörnchen am Strand.

Bibel, Altes Testament, Jesus Sirach 18,8

Transzendenz, Spiritualität, Religiosität Vernunft und Gefühl Geselligkeit, Gemeinschafsbezogenheit Materialität, Stofflichkeit zwischen Vollkommenheit und Unvollkommenheit
Transzendenz, Spiritualität, Religiosität

 

Der Mensch ist Gottes Ebenbild, in dem Gott um seiner selbst willen geehrt sein will.
Franz von Assisi (Giovanni Bernadone) (1181-1226), italienischer Heiliger, Gründer des Franziskanerordens
Der Mensch ist von Geburt aus Gottes Bild, er selbst verzerrt es durch Grimasse.
Joseph von Görres (1776-1848), katholischer deutscher Publizist und Gelehrter
  Der Mensch ist ein anbetendes Tier.
Charles Baudelaire (1821-1867), französischer Dichter
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird.
Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), schweizerischer Schriftsteller
  Der Mensch ist das Geschöpf, das "nach oben" gewandt ist.
Luise Rinser (1911- ), deutsche Schriftstellerin
Der Mensch ist ein dunkles Wesen. Er weiß nicht, woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
  Der Mensch ist ein ewiger Gottsucher.
Egon Friedell (Friedmann) (1878-1838), österreichischer Schriftsteller, Journalist, Schauspieler
Der Mensch ist ein Tier, das zum Himmel aufschaut und doch nur die Spinnweben an der Decke sieht.
Jules Renard (1864-1910), französischer Schriftsteller
  Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.
Friedrich von Schlegel (1772-1829), deutscher Philosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer
Der Mensch ist verarmt, denn er hat verlernt, sich zu wundern.
Evelyn Waugh (1903-1966), englischer Schriftsteller und Satiriker
  Der Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Lebewesen.
Edmund Burke (1729-1797), irischer protestantischer Politiker und Redner, Kämpfer für die Katholikenemanzipation
Der Mensch ist von Natur gläubig, ungläubig, furchtsam, verwegen.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
  Der Mensch ist auf Unendlichkeit angelegt.
Joseph Maria Bocheński (1902-1995)
Der Mensch ist im Grunde Begierde, Gott zu sein.
Jean-Paul-Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph
  Der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach Sinn.
Viktor Emil Frankl (1905-1997), östereichischer Psychotherapeut, Begründer der Logotherapie
Der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht.
Jean-Paul-Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph
  Der Mensch ist ein beschränktes Wesen. Unsere Beschränkung zu überdenken, ist der Sonntag gewidmet.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter
Der Mensch ist in sich selbst vernarrt.
Jüdisches Sprichwort
  Der Mensch ist, was er glaubt.
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904), russischer Schriftsteller
Der Mensch ist der Gott des Menschen.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph
  Der Mensch ist ein Geschöpf, aber das Geschöpf eines Gottes.
Dominique Lacordaire (1802-1861), französischer Dominikaner, Prediger, Mitglied der Nationalversammlung
 
     
Vernunft und Gefühl

 

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Lebewesen.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph
Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll.
Oscar Wilde (1854-1900), englischer Schriftsteller irischer Herkunft
  Der Mensch ist das einzige Tier, das Feuer machen kann.
Antoine Comte de Rivaról (1753-1801), französischer Schriftsteller, Aphoristiker
Der Mensch ist ein sprachbegabtes Tier und wird sich immer durch das Wort verführen lassen.
Simone de Beauvoir (1908-1986), französische Schriftstellerin
  Der Mensch ist ein Werkzeug nutzendes Tier.
Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Schriftsteller
Der Mensch ist die einzige Kreatur, die es ablehnt, das zu sein, was er ist.
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller, Existentialist
  Der Mensch ist das klügste aller Wesen, weil er Hände hat.
Anaxagoras (
499-428 v. Chr.), griechischer Philosoph
Der Mensch ist immer mehr, als er von sich weiß.
Karl Jaspers (1883-1969), deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis
nobelpreisträger
  Der Mensch ist ein Ursachen suchendes Wesen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker
Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich selbst nicht gewachsen ist.
Hans Kudszus (1901-1977), deutscher Schriftsteller
  Der Mensch ist, was er denkt.
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter
Der Mensch ist nichts als ein Geschöpf, das von Haus aus ohne die Gnade unauslöschlich voller Irrtum ist.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
  Der Mensch ist Mensch, weil er der Selbstbeherrschung fähig ist.
Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G.) (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das von sich eine schlechte Meinung hat.
George Bernard Shaw (1856-1950), anglo-irischer Dramatiker,
Literaturnobelpreisträger
  Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint.
William Hazlitt (1778-1830), englischer Essayist und Schriftsteller
Der Mensch ist das einzige Tier, das erröten kann - oder muss.
Mark Twain (1835-1910), US-amerikanischer Schriftsteller
  Der Mensch ist - ehe er etwas anderes ist - ein empfindendes Wesen.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter
Der Mensch ist ein wahres Kind, er weiß nie recht, was er eigentlich will...
Ludwig Tieck (1773-1852), deutscher Dichter
  Der Mensch ist nie größer als dort, wo er kniet.
Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli (1881-1963), italienischer Papst
 
  Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.
Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter) (1763-1825), deutscher Dichter
 
  Der Mensch ist nicht zum Vergnügen, sondern zur Freude geboren.
Paul Claudel (1868-1955), französischer Dichter
 
Geselligkeit, Gemeinschafsbezogenheit

 

Der Mensch ist zu gegenseitiger Hilfe geschaffen.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v.Chr-65 n.Chr.), römischer Philosoph
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
Titus Maccius Plautus (ca. 250-184 v.Chr.), italienischer Komödiendichter
  Der Mensch ist dem Menschen Weg zu Gott.
Romano Guardini (1885-1968), deutscher katholischer Theologe und Religionsphilosoph
Der Mensch ist das einzige Tier, das so lange freundlich zu seinen Opfern sein kann, bis es sie frisst.
Samuel Butler (1835-1902), englischer Schriftsteller
  Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen
Claude Adrien Helvétius (1715-1771), französischer Philosoph
Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.
Oswald Spengler (1880-1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph
  Der Mensch ist das einzige Tier, das arbeiten muss.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph
Der Mensch ist ein nachahmendes Geschöpf, und wer der Vorderste ist, führt die Herde.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter
  Der Mensch ist von Natur ein politisches Wesen.
Aristoteles (384-322 v.Chr.), griechischer Philosoph
Der Mensch ist ein Schuft.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), russischer Dichter
  Der Mensch ist der Menschen beste Medizin.
Afrikanisches Sprichwort
Der Mensch ist Lärmerzeuger, Luftverpester, Wasserverschmutzer, Waldverschandler, Abfallerzeuger en gros, Nahrungsmittelverderber, Erbmassenbedroher, alles durch sein eigenes Genie.
John Boynton Priestley (1894-1984), englischer Schriftsteller
  Der Mensch ist so viel Mensch wie er liebt.
Alfred Delp (1907-1945), deutscher katholischer Priester, als Mitglied des Kreisauer Kreises von den Nazis ermordet, Martyrer
Der Mensch ist immer gefährlich. Wenn nicht durch seine Bosheit, dann durch seine Dummheit. Wenn nicht durch seine Dummheit, dann durch seinen Verstand.
Henry de Montherlant (1895-1972), französischer Schriftsteller
Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das erzogen werden muss.
Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph
Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.
Jean-Paul Sartre (1905-1980), französischer Schriftsteller und Philosoph
  Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt.
Aurelius Augustinus ( 354-430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater, Heiliger
Der Mensch ist zur Mühsal geboren.
AT, Hiob 5,7
  Der Mensch ist wie sein Umgang.
Euripides (484/5-407/8 v.Chr.), griechischer Tragödiendichter
 
  Der Mensch ist nicht ein Werk der Umstände, sondern die Umstände sind ein Werk des Menschen.
Benjamin Disraeli (1804-1881), englischer Politiker, Liberaler, Earl of Beaconsfield
 
Materialität, Stofflichkeit

 

Der Mensch ist, was er isst.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph
Der Mensch ist vielleicht halb Geist und halb Materie, so wie der Polype halb Pflanze und halb Tier. Auf der Grenze liegen immer die seltsamsten Geschöpfe.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker
    Der Mensch ist eine in der Knechtschaft seiner Organe lebende Intelligenz.
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Philosoph, Journalist, Essayist und Romancier
zwischen Vollkommenheit und Unvollkommenheit

 

Der Mensch ist das Ziel der gesamten Schöpfung.
Thomas von Aquin (1225-1274), scholastischer Theologe und Philosoph

 

Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe

 

  Der Mensch ist das Maß aller Dinge.
Protagoras (490-411 v. Chr.), griechischer Philosoph
Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will!
Albert Schweitzer (1875-1965), elsässischer evangelischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph
  Der Mensch ist eine Welt im Kleinen.
Demokrit (470-380 v.Chr.), griechischer Philosoph
Der Mensch ist eine Seifenblase.
Marcus Terentius Varro (116-27 v.Chr.), römischer Polyhistor
  Der Mensch ist das Modell des Kosmos.
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher
Der Mensch ist voller Bedürfnisse: Er liebt nur die, welche sie alle befriedigen können.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
  Der Mensch ist ein geborenes Kind, seine höchste Gabe ist die Gabe des Wachsens.
Rabindranath Tagore (1861-1941), indischer Dichter, Literaturnobelpreisträger
Der Mensch ist ein unsicheres Lebewesen.
Roger Garaudy (1913-),
französischer Schriftsteller, Philosoph und früherer Kommunist
  Der Mensch ist weder Tier noch Engel.
Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker
Der Mensch ist abhängig; er bleibt dem Tode, dem Alter, der Krankheit unterworfen.
Erich Fromm (1900-1980), US-amerikanischer Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker
  Der Mensch ist kein partikuläres Wesen wie das Tier, sondern ein universelles, darum kein beschränktes und unfreies, sonder uneingeschränktes, freies Wesen, denn Universalität, Unbeschränktheit, Freiheit sind unzertrennlich.
Ludwig Feuerbach (1804-1872), deutscher Philosoph
Der Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen träumt.
Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dichter
 

 

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, - ein Seil über einem Abgrunde.
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe
    Der Mensch ist das, was er sein kann; aber er ist nicht alles das, was er sein kann.
Giordano Bruno (1548-1600), italienischer Priester, Dichter und Philosoph
    Der Mensch ist ein Geschöpf, dem es bestimmt ist, in Katastrophen zu leben.
Graham Greene (1904-1991), englischer Schriftsteller
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