| "Heiligste Dreifaltigkeit" Altdorf b.Nürnberg Zitate zum Kirchenjahr |
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Advent Gottes Kommen kündet sich darin an, dass wir fühlen: So darf ich nicht bleiben! Friedrich Rittelmeyer (1872-1938), deutscher evangelische Theologe
Der Advent erinnert uns
daran, dass er gekommen ist, aber auch, dass er kommen wird. Das Leben der
Gläubigen ist in der Tat ein ständiges und wachsames Warten auf die
Wiederkunft. Advent ist
eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich
selbst.
Eine Gefängniszelle ist ein ganz guter Vergleich
für die Adventssituation; man wartet und hofft und tut dies oder jenes -
die Tür ist verschlossen und kann nur von außen geöffnet werden.
Unsere Adventslichter sind ein voraus
laufender Glanz jener Herrlichkeit, die sich aufmacht, um über der
Finsternis des Erdreichs aufzugehen.
Advent: Einbruch der Ewigkeit in die Zeit,
Aufbruch von Furcht zur Freude.
Der moderne Mensch kann mit Advent und
Weihnachten nichts mehr anfangen. Er hat aber noch keinen vergleichbaren
Ersatz gefunden. Weihnachten Das Volk,
das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht. In diesem neuen Zeitalter soll
ein geheimnisvolles Kind geboren werden, ein Sohn der Gottheit, durch den
die ganze Schöpfung sich erneuern, die Schlange getötet, die Schuld getilgt
und der Friede wiederkehren soll über die ganze Welt. Fürchtet
euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk
zuteil werden soll... (Engel zu den Hirten) Es ist erschienen die
Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters. Das ist unser Fest, was wir heute
feiern: das Kommen Gottes zu den Menschen, damit wir zu Gott kommen. Wir feiern
Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie
aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch
in mir geschehe, darin liegt alles. Freut euch, dass der unsterbliche
Gott geboren ist, damit der sterbliche Mensch in Ewigkeit leben kann. Gott kam durch die Hintertür in diese Welt. Die Geburt Jesu in Bethlehem ist keine
einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, das immer bleibt. Wird Christus
tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst verloren. Wie viel befolgen Christi Geburtstag! Wie
wenige seine Vorschriften! Oh, es ist leichter Festtage als Gebote zu
halten. Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so
war es in der Person Christi.
Weihnachten! Der muss wahrhaft ein Menschenfeind
sein, in dem sich nicht etwas wie Heiterkeit ist, bei dem nicht etliche
erfreuliche Assoziationen kommen, wenn sich Weihnachten nähert.
Das ist das Wunder der
heiligen Weihnacht, dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.
Weihnachten ist soziale Fernsicht. Ist
Gerechtigkeit… Wenn das nicht wahr ist, wenn diese Welt nichts vom
Christentum spürt, diese Wohnungssuchenden, diese Geschiedenen, diese
Unehelichen, diese Verurteilten, diese Inhaftierten, diese Abgebauten, diese
Weinenden und Schluchzenden, wenn die denen weihevolle Nacht nicht gibt,
dann will ich kein Weihnachten habe!
Die einzige wirklich blinde Person in der
Weihnachtszeit ist die, die Weihnachten nicht im Herz hat.
Gott wird ein Mensch, damit die Menschen
Gotteskinder werden können.
Wer wusste denn schon in jenen Tagen im
gewaltigen Rom von dem entlegenen Nest am Rande der Wüste Bethlehem? Wer von
den Intelligenten, dass sich dort in einem schmutzigen Stall etwas Wichtiges
habe begeben können? Auch heute schlafen zu viele traumlos auf den Kissen
der Eitelkeit.
Die Weihnachtshoffnung auf Frieden und guten
Willen unter allen Menschen kann nicht länger als eine Art frommer Traum von
einigen Schwärmern abgetan werden.
Weihnachten ist das Rufen Gottes nach Liebe
unter den Menschen, nach Verständnis und Versöhnung, nach Frieden und
Freundschaft. ... oder was für viele noch davon übrig geblieben ist
Weihnachten: ein besonderer Tag der Völlerei,
Trunksucht, Gefühlsduselei, Annahme von Geschenken, öffentlichem Stumpfsinn
und häuslichem Protzen gewidmet.
Weihnachten ist für viele eine weltliche
Veranstaltung geworden, die viel Geld kostet und viel Geld einbringt.
Ich kann die Wut durchaus verstehen, die
einen packen kann, wenn zu Beginn des Novembers bereits die
Weihnachtsglocken ertönen, damit die Kassen besser klingeln.
Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre
Weihnacht.
Dreikönige / Erscheinung des Herrn
(danach die Tradition der Sternsinger)
Die Könige von
Tarschisch und den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba
kommen mit Gaben. Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker dienen.
Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus
dem Osten nach Jerusalem und fragten: "Wo finden wir das neugeborene Kind,
das König der Juden werden soll? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und
sind gekommen ihm zu huldigen." Aschermittwoch
Bedenk o Mensch, dass
du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst.
So wenig schäme ich
mich des Kreuzes, das ich das Kreuz Christi nicht verborgen, sondern auf der
Stirne tragen.
Der Aschermittwoch wird immer mehr ins Gegenteil
verkehrt. Die politische Klasse hat sich darauf geeinigt, den jeweils
anderen die Leviten zu lesen, anstatt bußfertige Asche aufs eigene Haupt zu
streuen. Palmsonntag
Sie brachten die Eselin und ihr Junges, legten
ihre Kleider darüber, und Jesus setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten
ihre Kleider als Teppich auf die Strasse, andere rissen Zweige von den
Büschen und legten sie auf den Weg. Die Menge, die
vor Jesus herzog und ihm folgte, rief immer wieder: "Heil dem Sohne Davids!
Heil dem, der im Auftrag des Herrn kommt" Lob sei Gott in der Höhe!
Im Vatikan bedient man sich Palmsonntag echter
Palmen. Die Kardinäle bewegen sich und singen alte Psalmen. Dieselben
Psalmen singt man auch, Ölzweiglein in den Händen, muss im Gebirge zu dessem
Brauch Stechpalmen gar verwenden. Zuletzt, will man ein grünes Reis, so
nimmt man Weidenzweige, damit der fromme Lob und Preis auch im geringsten
Zweig. Karwoche, Karfreitag
Er hat unsere Krankheit
getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen, durch seine Wunden sind wir
geheilt.
Wir ziehen einen Schleier über diese Leiden
[Christi], eben weil wir sie so hoch verehren.
Die Freude ist nach einer guten Tag am süßesten,
das Osterfest nach einer Passionswoche.
Wir gehen durch jedes Kreuz hindurch zum
Licht, zum neuen Leben, durch jeden Karfreitag auf Ostern zu. Es
ist ein unbegreifliches Geheimnis, dass Menschen in ihrer tiefsten Qual und
in der schwärzesten Nacht, durch alles Elend und Leid hindurch plötzlich
Gott sehen, Gott begegnen. Ostern
Am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir
leben vor seinem Angesicht.
Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der
Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tage auferweckt worden,
gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.
Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre
Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
Ihr seid mit Christus aufgeweckt; darum
strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
Bei uns ist alle Tage Ostern, nur dass man einmal im
Jahr Ostern feiert.
Entweder waren die Apostel betrogen oder
Betrüger. Beides ist schwierig anzunehmen, denn es ist unmöglich, dass man
einen Menschen als auferstanden ausgibt. Solange
Jesus Christus bei ihnen war, konnte er ihnen Halt sein; danach aber, wer
hat sie handeln lassen, wenn er ihnen nicht erschien?
Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem
Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der
keine Hoffnung hat.
Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.
Wer Ostern kennt, kann
nicht verzweifeln. Der Tod
des Christen ist eigentlich der letzte Mitvollzug des Kreuzes, aber des
Kreuzes, über dem schon Ostern steht. Die Auferstehung
ist nicht das private Schicksal Jesu Christi, sondern die Zukunft der
Menschen und die Zukunft der Welt.
Jesu Auferstehung zeigt, dass Gott ja zu unserem
Sterben sagt, aber nein zu unserem ewigen Tod. Darum ist Ostern mein
Freudentag.
Das neue, ewige Leben des Einen ist
Herausforderung und reale Hoffnung für alle. Christi Himmelfahrt
Als er das gesagt
hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf
und entzog ihn ihren Blicken. Pfingsten
Am jüdischen Pfingstfest waren wieder alle versammelt.
Plötzlich rauschte es vom Himmel wie ein Sturm. Das Rauschen erfüllte das
ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwa, das sich wie Feuerzungen
verteilte und sich auf jeden von ihnen niederließ. Alle begannen in
verschiedenen Sprachen zu reden, jeder wie ihm der Geist Gottes eingab. Der
Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der
wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Viele
Christen leben, als ob Pfingsten noch vor uns läge. Erntedank
Dann sprach Gott:
Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen
tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur
Nahrung dienen. Wenn wir Gottes
Wort hören und Gottes Werke tun, dann wird unser ganzes Leben ein nie
endendes Erntedankfest. Christkönig
Mein Königtum ist nicht von
dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit
ich den Juden nicht ausgeliefert würde.
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