| Zitate rund ums Buch |
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Warum und wozu lesen wir ? Nimm und lies!
(Stimme eines Kindes als göttliche Aufforderung zur
Bibellektüre) Lest, bildet euch! Lesen ist für den Geist
das, was Gymnastik für den Körper ist. Die Kultur eines Volkes ist
messbar. Man erkennt sie an der Dicke des Staubes auf den Bücherrücken in
den öffentlichen Bibliotheken. Der Mensch liest, um zu
fragen. Wie kann man denken
ohne Bücher? Nur eine Gesellschaft,
die liest, ist eine Gesellschaft, die denkt. Wir leben, um zu erkennen und um
uns selbst zu erkennen; also machen wahrhafte Bücher uns zu
Menschen. Lass dich nicht von der
Bedeutung des Schreibers beeinflussen, und ob seine Gelehrsamkeit
groß oder klein sei, sondern lass die Liebe der reinen Wahrheit dich zum
Lesen ziehen. Frage nicht, wer sagte dies? Sondern achte darauf,
was gesagt wird. Man liest viel zuviel geringe Sachen, womit man die
Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich immer
nur das lesen, was man bewundert. Es ist unmöglich, gebildet zu werden, wenn man nur
liest, was gefällt. Derjenige, der keine guten
Bücher liest, ist nicht besser als der, der nicht lesen kann. Um das Gute zu lesen zu können, ist eine Bedingung,
dass man das Schlechte nicht liest. Denn das Leben ist kurz, Zeit und Kräfte
beschränkt. Weil die Leute statt des
Besten immer nur das Neueste lesen,... verschlammt das Zeitalter
immer tiefer im eigenen Dreck.
Kein Buch ist es wert, von
Kindern gelesen zu werden, wenn es nicht auch von
Erwachsenen gelesen werden kann. Wer für Erwachsene schreibt, schreibt für die Zeit,
wer für die Kinder schreibt, für die
Ewigkeit. Wenn man nur die Alten
liest, ist man sicher, immer neu zu
bleiben. Ein Klassiker ist
etwas, das jeder gelesen haben möchte, aber niemand lesen will. Man druckt viele neue
Bücher, man würde gut tun, wenn man einige alte
Bücher von neuem druckte. Bestseller:
Sie entstehen aus einem indirekten Appell an die
Snobs, sind vorsorglich mit dem Schutzstempel der Bruderschaft
der Kritiker versehen, werden von gewissen, viel zu mächtigen
Interessengruppen, deren Geschäft darin
besteht, Bücher zu verkaufen, liebevoll gehegt und gepflegt, obwohl sie Wert
darauf legen, dass man von ihnen denkt, sie förderten die Kultur. Es ist ein Zeichen geistiger
Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben. Man sollte niemals ein Buch lesen, bloß weil es auf
irgendeiner Bestsellerliste steht oder weil es einem
zeitgenössischen Trend entspricht.
Richtiges Lesen ist Bürsten gegen den Strich. Manche Bücher darf man nur
kosten, andere muss man verschlingen
und nur wenige kauen und verdauen. Wirklich lesen kann nur der, der auch das
Ungesagte mitliest, der das Schweigen
mithört. Gedankenloses, zerstreutes
Lesen ist geradeso wie Spazierengehen in schöner Landschaft mit
verbundenen Augen. Wir sollen auch nicht lesen, um uns und unser
alltägliches Leben zu vergessen, sondern im Gegenteil, um desto bewusster
und reifer unser eigenes Leben wieder in feste Hände zu nehmen. Das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das
war das Leseabenteuer und ein besseres
Geschenk hat das Leben mir nicht beschert. Bücher sind unsere Lehrer,
Bücher sind unsere Freunde. Bücher sind oft die besten
Freunde. Aber sie sollten nicht die einzigen in unserem Leben
sein. Bücher geben uns eine tiefe innerliche
Befriedigung. Sie sprechen zu uns, sie
trösten uns, sie fesseln uns durch die Bande bedeutungsvoller und
natürlicher Vertrautheit, und jedes Buch weckt den Wunsch, weitere kennen zu
lernen. Ich habe Platos und Ciceros Aussprüche gelesen, die
sehr weise und schön sind; aber ich habe in nie in einem von ihnen gelesen:
"Kommt zu mir alle, die ihr mühsam und beladen seit und ich werde euch
Ruhe geben. Ich habe Ruhe
gesucht überall und habe sie am Ende gefunden in einem Winkel bei einem
kleinen Buche. Ich habe nie irgendeine Sorge gekannt, die nicht
eine Stunde des Lesens besänftigt hätte. Auf meiner ganzen Lebensbahn
begleitet mich das Buch und ist mir allenthalben zu Diensten. Es
erheitert mein Alter und meine
Einsamkeit; es benimmt mir die Last des langweiligen Müßigganges und befreit
mich zu jeder Stunde von verdrießlicher Gesellschaft. Es gibt nichts, was ein Buch als Nährboden der
Phantasie ersetzen könnte. Die nützlichsten Bücher sind die, die den Leser
anregen, sie zu ergänzen. Durch Lesen können keine neuen
Begabungen in uns geweckt werden, wohl aber die schlummernden
erweckt, gefördert und bereichert werden. Ein Buch ist ein Haufen toter Buchstaben? Nein, ein
Sack voller Samenkörner! Ein Buch hat oft auf eine ganze Lebenszeit einen
Menschen gebildet oder verdorben. Wie Menschenbekanntschaften gibt es auch
Buchbekanntschaften zur rechten oder zur
unrechten Zeit. Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber
vom Zufall des Gelesenen hängt es ab, was du bist. Ich durchstöbere öffentliche Bibliotheken und finde
sie voller gesunkener Schätze. Dort ist meine Heimat,
wo ich meine Bibliothek habe. Bezahlte Rechnungen und zurück
gegebene Leihbücher entlasten das Gewissen und erfreuen dich und andere
Leute!
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